Rock Me Baby

Mit einer Rolleiflex 4×4, auch Baby-Rolleiflex genannt, Bilder zu machen, das geht dann doch nicht mehr ganz „von der Stange“

Baby_Rolleiflex_Kirche

Das Quadratische Format der Rolleiflex verführt zu ungewöhnlichen Perspektiven

Schon seit Jahren beginnt es mit der Suche nach geeignetem Filmmaterial von Typ Rollfilm 127. Oft wurde gar nichts mehr angeboten, manchmal taucht wieder etwas auf. So im Moment ein 127er Schwarz-Weiß-Film, mit der bis dato unbekannten Bezeichnung „Rera Pan 100“ aus Japan. Für so ein Stück Film sind dann aber schon knapp 10,- Euro zu investieren.

Wurde ein solcher Film in einer der 4×4-„Schätzchen“ belichtet, geht es an das Entwickeln – natürlich im eigenen Labor. Wer eine aktuelle Jobo-Dose im Einsatz hat, wird aber feststellen, dass deren Spirale NICHT (mehr) auf  den 4 Zentimeter breiten Film eingestellt werden kann. Ein Spirale einer alten Jobo 1000 muss her oder man bedient sich der Dosen anderer Hersteller.

Wer solches Filmmaterial einscannen möchte, steht je nach verwendetem Scanner vor dem nächsten Problem. Es gibt typischerweise keine Halter für den 127er-Film.

MF5000_4x4

Filmhalter (alte Version) für den Reflecta MF 5000, 127er „optimiert“

Ich habe mir damit beholfen, dass ich auf einem 120er-Halter die Klinge eines Cutter (dünn und leicht) am unteren Ende (anstatt des Films) einspanne, den Film auf die Klinge lege und mit einem Mini-Stückchen Tesafilm fixiere.  Das sieht ungewöhnlich aus, geht aber überraschend einfach und gut!

Baby_Rolleiflex_Kreuz

Die Zeit scheint, passend zur Rolleiflex, stehen geblieben

 

Baby_Rolleiflex_Wasser

Bei der Freiwilligen Feuerwehr in Schlaifhausen steht der fotogenste Wasserhydrant weit und breit

Neulich habe ich dann auf Ebay 127er-Rollfilm auf Vorrat gekauft. Es gab 30 Agfa Isopan von 1958 aus Wolfen. Dieses Filmmaterial passt dann wirklich zu 4×4-Kameras 😉